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Quelle: Elke Piechatzek
Quelle: Piechatzek
Quelle: Alex Wolf
Quelle: DekanatSuedlicheKurpfalz
Quelle: Elke Piechatzek
Quelle: DekanatSuedlicheKurpfalz
Quelle: DekanatSuedlicheKurpfalz
Quelle: Piechatzek
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Mitteilungen aus dem Schuldekanat Frühjahr/Sommer 2019

Grußwort der Schuldekanin:
„Suche Frieden und jage ihm nach!“ Psalm 34,15

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
nach meinen Studienwochen in Jerusalem hat dieser Psalmvers eine besondere Bedeutung gewonnen. ..

Quelle: Christine Wolf privat

Quelle: Christine Wolf privat

Es ist das eine, ihn in friedlichen Zeiten hier in Deutschland zu hören oder umlegt von Attentaten, Mauerbau, fernem Bombendonner in Israel wirken zu lassen.
Ohne Frage: Die Jahreslosung gilt uns allen!
Doch in Kriegs- und Krisengebieten ist es handgreiflich und körperlich spürbar, wie die Sehnsucht nach Frieden die Menschen umtreibt. Auch die, die ihre Friedens-Sehnsucht mit Waffendominanz errichten wollen...
Mitgenommen habe ich aus diesen Wochen wieder und neu und intensiver als früher, dass alle Schwarz-Weiß-Sichtweisen nicht greifen. Die Farbe Grau dominiert in vielfältigen Schattierungen.
Ein schottischer Pfarrkollege in Jerusalem hat dieses Erleben folgendermaßen beschrieben:
„Ich will Frieden für Israel, ich will Frieden für Palästina, ich will soziale Gerechtigkeit für die Menschen, ich will Freiheit für die Menschen – aber wenn ich das eine will, schließe ich das andere aus – ein Dilemma!“
Er meinte weiter: „Ich kann dieses Land Israel/Palästina und seine Menschen nur immer wieder Gott im Gebet antragen.“
Und Gott – hat er nicht schon längst auf unser Rufen reagiert?
Trägt er nicht uns einen Lebensvorschlag an?
„Suche Frieden und jage ihm nach!“
Anders als beim Wildjagen soll aber hier nichts erlegt werden. Der Friede wird nicht ‚abgeschossen‘, ‚ausgenommen‘, ‚portioniert‘, um einmal in dieser Jagdsprache zu bleiben.
Der Friedenssucher soll sich auf die Spur setzen, soll eifrig und eifernd den Hinweisen folgen – der Frieden läuft voraus, der Suchende bleibt auf der Fährte, die er wahrgenommen hat, die Suchende weiß um ihr Ziel.
Gott hat den Frieden in die Welt gebracht, Schalom für Stadt und Land, am 7. Tag als seinen Ruhetag. Dieser Friede ist nicht von Menschen gemacht, sondern er ist ein Geschenk an uns. Auch wenn wir es nicht immer sehen (wollen), der Friede ist schon längst da. Er muss nicht von uns erfunden – er muss nur von uns gefunden werden! Angeregt, aufgeregt, neu-gierig sollen wir dieses Geschenk entgegennehmen.

„Suche Frieden und jage ihm nach!“

In diesem Sinn wünsche ich ein erfolgreiches Suchen und hoffentlich Finden!
Und ich freue mich, wenn wir miteinander unsere Erfahrungen teilen. Im gemeinsamen Gespräch liegen viele Chancen auf Verständigung und Veränderung. Auch das nehme ich aus diesen Wochen mit: Weiterhin die Hoffnung zu teilen, dass Veränderung möglich ist, dass Umkehr passieren kann, dass andere Wege gegangen werden können.

Das gilt auch für ein weiteres Thema, das mich umgetrieben hat. Aufgeschreckt durch den wachsenden Rechtspopulismus in vielen europäischen Ländern und den oft auch damit verbundenen Antisemitismus hab ich nach neueren Unterrichtsmaterialien für die Sekundarstufe geschaut, die den Holocaust in den Blick nehmen und für die heutige junge Generation durch Unterrichtsmaterialien aufbereiten. Lehrkräfte können auf den Seiten der Internationalen Schule für Holocaust-Studien ISHS sehr gute Informationen finden. Dazu mehr unter dem Link ‚Aktuelles‘.

In dieser jüdisch-muslimisch-christlichen Welt ist aber – Gott sei Dank! – neben allen Konflikten auch die Freude an der Offenbarung Gottes spürbar. Aller Orten Gottesdienst, Feiertage, Dank und Lob dem EINEN. Die 99 schönen Namen Gottes sprechen ebenso davon wie die vielfältigen Psalmen in der jüdischen und auch in der christlichen Liturgie.

Ein Eintauchen in diese poetischen Lieder ist immer wieder ein Gewinn. Und auch die dazu weiterführende Literatur.

Erleben ist vielschichtig und kann nicht in Gänze berichtet werden. Gerne dürfen Sie mich ansprechen auf meine Erfahrungen, die ich in den letzten Wochen machen konnte. Und so freue ich mich auf ein Wiedersehen mit Ihnen und euch auf den Fortbildungen, gerade auch auf dem ökumenischen religionspädagogischen Tag im Februar.

Eine reiche angefüllte Zeit liegt hinter mir – auf eine reiche sich neu füllende Zeit freue ich mich. Gewesenes und Kommendes – alles stelle ich unter den Segen Gottes.
Und dieser Segen soll auch Ihre Zeit behüten.

Herzlich
Ihre

gez.
Christine Wolf

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Autor / Autorin
Christine Wolf
Schuldekanin