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Quelle: Elke Piechatzek
Quelle: Piechatzek
Quelle: Alex Wolf
Quelle: DekanatSuedlicheKurpfalz
Quelle: Elke Piechatzek
Quelle: DekanatSuedlicheKurpfalz
Quelle: DekanatSuedlicheKurpfalz
Quelle: Piechatzek
Quelle: DekanatSuedlicheKurpfalz

Einladende Gemeinde - Herbstsynode tagte in Plankstadt

die Tür steht offen, das Herz noch viel mehr...

Interessieren wir uns wirklich für die Menschen, die wir einladen
oder soll nur die Kirche voll werden?
Mit dieser Frage brachte Pfarrerin Dr. Silke Obenauer vom Amt für missionarische Dienste der Evangelischen Landeskirche in Baden die Spannung des Synodenthemas auf den Punkt.

Quelle: Alex Wolf
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Dr. Silke Obenauer
Quelle: Alex Wolf
Johannes Heck und Michael Dahlinger
Quelle: Alex Wolf
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Detlev Schilling hilft beim Auswerten
Quelle: Alex Wolf
Jutta Reick und Silke Obenauer
Quelle: Alex Wolf
Quelle: Alex Wolf
Quelle: Alex Wolf
Quelle: Alex Wolf
Quelle: Alex Wolf
Dekanin Annemarie Steinebrunner
Quelle: Alex Wolf
Tatjana Briamonte-Geiser
Quelle: Alex Wolf

Einladende Gemeinde sein – eines der Schwerpunktthemen im Kirchenbezirk Südliche Kurpfalz wurde bei der Herbsttagung der Bezirkssynode am 13.10. 2018 den Anwesenden von Projektdiakonin Jutta Reick und Silke Obenauer präsentiert.

Vor Obenauers Impulsreferat  führten die beiden Hockenheimer Pfarrer Johannes Heck und Michael Dahlinger die "Willkommenskultur" in manchen Kirchengemeinden mit viel Humor, aber auch kabarettistischer Härte  den Synodalen in Szenen vor Augen. So mancher „lieb gewordene Sitzplatz“, so manche gute gemeinte aber schlecht gemachte Rede vor einer Gottesdienstfeier, so manche Erstbegegnung mit Gemeinde auf der Suche nach Rat oder der Versuch freudig zu wirken beim Ansingen von Liedern wurde mit aller Deutlichkeit vor Augen geführt. So mancher Lacher blieb dabei im Halse stecken. Die beiden Pfarrer zeigten wirklich eindrücklich und schonungslos, wie ein „versuchtes Willkommen“ eben auch ausfallen kann.

Silke Obenauer machte in ihrem Referat deutlich, dass Kirchengemeinden, wenn sie sich auf den Weg machen, um neben den Engagierten vor Ort, andere Menschen einzuladen keine leichte Wegstrecke vor sich hätten. Es gehe aber nur, wenn wir uns für die Menschen interessieren und dem was sie zu uns mitbringen.
„Es wird nicht einfacher, aber es wird bunter und vielfältiger“, versprach sie den Synodalen.

Ausgehend von dem Bibelzitat: „Gastfrei zu sein vergesset nicht; denn dadurch haben etliche ohne ihr Wissen Engel beherbergt.“ und weiteren Begegnungsgeschichten in den Bibel machte sie in sieben Thesen deutlich, dass eine gastfreundliche Gemeinde nicht bei sich bleiben kann. Die Begegnung mit Jesus z.B. in der Emmausgeschichte mache deutlich, dass ein „Herz brennt“ , wenn wir uns vor der Botschaft Jesu berühren lassen.

Sie bat die Gemeinden, sich anrühren zu lassen von dem, was andere Menschen in Kirchengemeinden mitbringen. Es finde dann ein Perspektivwechsel statt, der aus Gebenden Nehmende mache.

Menschen seien gesendet zu andern und das bedeute, kirchliche Gebäude auch zeitweilig zu verlassen, um zur Gemeinde einzuladen. Es verbiete sich dann andre Menschen ändern zu wollen, sei aber auch wichtig, die eigene Position klar benennen zu können.

Echte Begegnung entstehe nur zwischen Menschen, die ein eigenes Profil haben. Freiheit und Konfrontation seien dabei Schlüsselworte. In einer Gesellschaft, die auf Erfolg getrimmt werde, sei es nötig, auch Experimente zu wagen und das Scheitern sei eben auch erlaubt.
Sie bat die  Synodalen , keine Angst vor Misserfolg zu haben und Ideen umzusetzen.

Es gehe darum auf sein Herz zu hören und zu erspüren, was jetzt der Auftrag in einer Gemeinde sei.

In Kleingruppen wurden die Anwesenden von Jutta Reick und Silke Obenauer gebeten, für einen Impulstag, der praktische Beispiele für „Einladende Gemeinde“ im nächsten Jahr weiter entwickeln will, Anregungen und Themen auszusuchen. Jutta Reick bat darüber hinaus an, in Gemeinden zu kommen, um die Situation vor Ort, Gebäude, Veranstaltungsformate mit der Brille der „einladenden Gemeinde“ zu gemeinsam zu betrachten.
Neue Beteiligungsmöglichkeiten an Gottesdiensten, ansprechende Homepages, Praxisbeispiele für Kirchenaktionen an anderen Plätzen, eine Veränderung der „kirchlichen Sprache“ , offene Kirchen und Zeit für die „Nöte“ von Menschen, die kommen, waren dabei Stichpunkte zur Weiterarbeit.


Dekanin Annemarie Steinebrunner berichtete dann über den Stand des Liegenschaftsprojektes in der Südlichen Kurpfalz. Die Sichtung der Gebäude habe begonnen. Der Bezirkskirchenrat arbeite an Kriterien für einen Masterplan, der im März 2019 nach der Datenübergabe einer bedarfsgerechten Evaluierung, die zukünftige finanzielle Förderung durch die Landeskirche regelt.

Dekanin Steinebrunner berichtete außerdem von den Gesprächen der Hauptamtlichen der Südlichen Kurpfalz, die Wege suchten im Zusammenspiel zwischen Bezirk, Regionen und Gemeinden, den vielfältigen Anforderungen gerecht zu werden.
„Es geht nur im Miteinander,“ stellte die Dekanin fest. Der Bezirk fördere deshalb Projekte und Ideen in den Regionen auch mit finanziellen Mitteln. Im Verwaltungs- und Serviceamt Meckesheim werden bereits Ideen umgesetzt. Es gebe dort neue Mitarbeitende, die Kirchengemeinden bei Themen wie Bauplanung, Kindergartenverwaltung oder Datenschutz unterstützen.

Tatjana Briamonte-Geiser stellte sich dann der Bezirkssynode vor. Sie war im Synodengottesdienst am Morgen für ihren Dienst als neue „Beauftragte für Flucht und Migration“ in den Kirchenbezirken Ladenburg-Weinheim und Südliche Kurpfalz gesegnet worden.
Briamonte-Geiser ist seit vielen Jahren in der Arbeit mit geflüchteten Menschen tätig. Sie kommt aus einer ökumenischen Arbeit in Mannheim in die Region, und machte Mut, zusammen mit anderen Konfessionen und den Asylnetzwerken vor Ort, etwas „auf die Beine zu stellen.“

Vorsitzender Pfr. Detlev Schilling beendete die Synode mit Dank an die Plankstadter Kirchengemeinde für die Gastfreundschaft und einem Tischgebet für das gemeinsame Mittagessen.