Informationen zum Kinderförderfonds Südliche Kurpfalz, 06.07.2010

Nach einer OECD-Studie von 2009 lebt fast jedes sechste deutsche Kind in relativer Armut, also mit weniger als 50 Prozent des Durchschnittseinkommens. Damit steht Deutschland deutlich schlechter da, als der Durchschnitt aller Industriestaaten. Im Rhein-Neckar-Kreis lebt fast jedes elfte Kind von Hartz IV.
Kindern in der Region eine Perspektive eröffnen damit ihre Fähigkeiten und Stärken in einem wichtigen Lebensabschnitt eine Förderung erfahren.
Ziele des Kinderförderfonds:
Mit den Mitteln des Fonds sollen Kinder und Jugendliche aus der Region eine individuelle oder projektorientierte Förderung in den Bereichen Sport, Kultur und Schule erhalten. Die Spenden kommen unmittelbar den Kindern zugute. Caritas und Diakonie prüfen die Bedürftigkeit und klären, ob staatliche oder sonstige Leistungen zusätzlich oder vorrangig in Anspruch genommen werden können. Caritas und Diakonie bieten wo es erforderlich und gewünscht ist, ergänzende Beratung und Hilfe an.
„Das geht nicht, tut mir leid“, ist der Satz, den Tim am wenigsten mag und am häufigsten hören muss. Tims Vater und seine Mutter sagen ihn viel zu oft, sogar wenn es um die Schule geht. „Letzte Woche konnten sie nicht mal 20 Euro für den Klassenausflug bezahlen“, erzählt Tim und schaut traurig zu seinem Vater. Der zuckt mit den Achseln und Viele Dinge müssen flach fallen
„Gehen sie mal mit zwei Kindern am Sonntag ins Kino - Bahnfahrt, Eintritt und ein Eis – da kommen für die ganze Familie ganz schnell 40 Euro zusammen. Das können wir uns nicht leisten“,bedauert Tims Vater.
„Viele Dinge fallen für Tim flach, müssen flach fallen“, schiebt er dann noch nach und schaut auf seinen Sohn, der nun seinerseits im Nebenzimmer etwas ratlos sitzt. Tim hätte gerne ab dem nächsten Schuljahr im Fußballverein mitgespielt. Aber die Kosten für die Fußballschuhe,
ein Trikot und den Vereinsbeitrag sind im Familienbudget nicht mehr drin.
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Informationen zum Kinderförderfonds (1.7 MB)
Stellten jetzt den „Kinderförderfonds südliche Kurpfalz“ vor, von links: Peter Kohm (Caritas), Bärbel Morsch (DiakonischesWerk), OBWolfgang
Ernst (Leimen), OB Dr. René Pöltl (Schwetzingen), die evangelische Dekanin Annemarie Steinebrunner, der katholische DekanWolfgang Gaber,
OB Dieter Gummer (Hockenheim), OB Franz Schaidhammer (Wiesloch) und Bürgermeisterin Ursula Hänsch (Wiesloch).
aus der Rhein Neckar Zeitung vom 21.04.2010
Armut hat viele Gesichter und sie hat für die Betroffenen einschneidende Konsequenzen – eine davon ist die gesellschaftliche Ausgrenzung.
Sie trifft gerade auch Kinder, die in armen Familien aufwachsen. Oft müssen sie auf den Schulausflug verzichten oder auf den Nachhilfeunterricht.
Für Fußballschuhe, das Trikot oder den Vereinsbeitrag ist in der Familienkasse ebenso wenig Geld übrig wie für den Unterricht an einer Musikschule.
Hier setzen Caritasverband und DiakonischesWerk mit einer neuen Initiative an: dem „Kinderförderfonds südliche Kurpfalz“.
Er sammelt Spendengelder und unterstützt damit bedürftige Kinder in der Region. Sie sollen so eine individuelle oder projektorientierte Förderung in den Bereichen Sport,Kultur und Schule erhalten.
Seit der Gründung des Fonds im Herbst vergangenen Jahres sind schon rund 18 000 Euro zusammengekommen.„Ein guter Start“, wie Bärbel Morsch (DiakonischesWerk) und Peter Kohm (Caritas) finden, auch wenn beide Einrichtungen im Jahr leicht „doppelt so viel Geld“ ausgeben könnten, um die Not der Kinder zu lindern.
Für den Kinderförderfonds Südliche Kurpfalz wurde über das Diakonische Werk ein Spendenkonto eingerichtet: Sparkasse Heidelberg,Kontonummer 914 0905, Bankleitzahl 672 500 20.
nähere Informationen:
Diakonisches Werk , Bärbel Morsch