Hauptreferent Bodo Reuser spricht über Bindung statt Bildung...
Bilder und Bericht der Hauptamtlichenkonferenz des Evangelischen Kirchenbezirkes Südliche Kurpfalz und des Katholischen Dekanates Wiesloch im Oktober 2009 (Elke Piechatzek)
Hauptreferent Bodo Reuser spricht über Bindung statt Bildung...
Dekan Wolfgang Gaber bedankt sich herzlich..
Bericht von Schuldekanin Christine Wolf-Adam aus der Arbeitsgruppe Grundschule...
Dekanin Annemarie Steinebrunner im Plenum ...
Gruppenergebnisse zum Thema ...
Vorstellung des Kinderförderfonds Südliche Kurpfalz durch Peter Kohm ...
„Erziehung ist etwas ganz Einfaches“ so lautete ein Statement von Bodo Reuser bei der Ökumenischen Konferenz der Hauptamtlichen beider großer Kirchen am Mittwoch 21. Oktober 2009 im St.Josefshaus in Schwetzingen.
Bodo Reuser, Leiter der Psychologischen Beratungsstelle der Evang. Kirche in Mann-heim machte in seinem Referat anschaulich deutlich, dass Erziehungsfragen im Wesentlichen von guten Bindungen und Beziehungen abhängen. „Kinder brauchen eine gute Umgebung. Sie brauchen Zeit und sie brauchen feinfühlige Erwachsene, die auch Erziehungswissen haben.“ Reusers mitgebrachtes Filmmaterial und seine Thesen forderten die anwesenden Hauptamtlichen zur Diskussion, die bald auch lebhaft im Plenum geführt wurde.
„Brauchen wir dann nicht eine Bindungsoffensive statt einer Bildungsoffensive?“ so die Rückfrage einer Teilnehmerin? Bodo Reuser fand in dieser Rückfrage seine Thesen eindrucksvoll bestätigt.
„Lernen heißt vor allem Spielen lassen“ so erklärte er weiter und machte den Kirchengemeinden der Region Mut, Kindern in den Einrichtungen Raum und Zeit zu geben. Er forderte auch eine Erziehungshilfe für Eltern, die heute neu lernen sollten, ihre Bindung zu den Kindern natürlich zu leben. Feinfühligkeit und Zeit seien dabei entscheidende Kriterien. „Lernen geschieht durch Menschen und nicht durch Medien“. Deshalb brauche es Spielräume und Menschen, die Kinder begleiten.
Reusers Thesen wurden in Kleingruppen konkretisiert. Die Taufbegleitung der Eltern war ebenso Thema wie die Arbeit in Kindergärten und Religionsunterricht in der Grundschule. Familiengottesdienste und Veranstaltungen mit Kindern waren Schwerpunkte weiterer Gruppenarbeit.
„Bindung kommt vor Bildung“- dies wurde allen Hauptamtlichen der jährlichen Konferenz deutlich. Die Arbeit für und mit jungen Familien, und hier besonders die Arbeit mit den ganz Kleinen braucht immer wieder neue Ideen und Impulse von den Kirchen.
Einen besonderen Hinweis gab es am Ende der Veranstaltung.
Peter Kohm vom Caritasverband stellte den gemeinsam mit der Diakonie erarbeiteten Kinderförderfonds Südliche Kurpfalz vor, der noch dieses Jahr starten soll. Mithilfe des Spendenfonds soll Kindern aus sozial schwächeren Familien die Teilhabe an Angeboten möglich gemacht werden.
Dekanin Steinebrunner und Dekan Gaber zeigten sich beim anschließenden gemeinsamen Mittagessen sehr erfreut über den engagierten Verlauf der Konferenz.