Jugendleiterausbildung im Evangelischen Kirchenbezirk Südliche Kurpfalz

Ein Bericht vom Jugendleiterkurs der Evangelischen Bezirksjugend Südliche Kurpfalz von Bezirksjugendreferent Eberhard Reinmuth

Was brauchen junge Menschen, die sich in einem gar nicht so leichten Umfeld bewähren wollen? Welches Handwerkszeug ist nötig, was muss man wissen und können, wenn man eine Gruppe oder eine Freizeit leiten will?

Wie in jedem Jahr startet der Jugendleitergrundkurs der Evangelischen Bezirksjugend am Freitag des Faschingswochenendes und wie in jedem Jahr nehmen viele engagierte junge Leute aus vielen Gemeinden des Kirchenbezirks daran teil.

Im Jugendheim Lessingschule, in dem seit einigen Jahren Grund- und Aufbaukurs der Bezirksjugend stattfinden, wird schnell deutlich, worum es geht: Interesse an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Sensibilität für Einzelne und Gruppen, viel Theorie, Diskussionen in der Kleingruppe und im Plenum und, vor allem, ganz viel Spaß.

Sehr schnell wird aus den einzelnen Gemeindegrüppchen eine große Gemeinschaft. Die Aufmerksamkeit ist trotz intensiver Lehrgangseinheiten groß und die Bereitschaft sich einzubringen ausgesprochen hoch. Besonders beliebt sind Rollenspiele, die zur Reflexion von schwierigen Situationen und zum Ausprobieren neuer Verhaltensweisen ideal sind.

Wenn es gelingt, eine freundliche Atmosphäre herzustellen, in der sich alle Teilnehmenden gut aufgehoben fühlen, ist es überhaupt kein Problem, über Gemeindegrenzen hinaus ins Gespräch zu kommen.

Recht und Aufsichtspflicht, Kommunikationstheorie, Planung. Organisation von Veranstaltungen, konstruktives Leitungsverhalten, Konfliktlösungsstrategien sind wesentliche Programmpunkte des Grundkurses. Erweiterte Kompetenzen stehen im Mittelpunkt des Aufbaukurses, bei dem es auch um die angemessene Distanz zwischen Leitern und Teilnehmern, Autorität, Motivation und die christliche Basis der Jugendarbeit gehen wird.

Dass die Mitarbeiterausbildung im Kirchenbezirk Südliche Kurpfalz so gut funktioniert, hat laut Bezirksjugendreferent Eberhard Reinmuth vor allem damit zu tun, dass sich kompetente Ehrenamtliche maßgeblich daran beteiligen und sich das jeweilige Team immer konzeptionell fortzuentwickeln versucht.

Der Spaß im Lehrgangsteam hat dabei unverzichtbare Ausstrahlungseffekte für die Teilnehmenden, der Umgang im Team ist exemplarisch für die Gemeinschaft in der großen Gruppe. In dieser Erkenntnis liegt dann auch ein Geheimnis gelingender Kinder- und Jugendarbeit: das eigene Verhalten geschieht nicht im luftleeren Raum, sondern hat wesentliche Auswirkungen.

Insgesamt ist es wunderbar zu sehen, dass sich so viele junge Menschen in der Kirche engagieren wollen. Zu wünschen ist, dass sie einen freundlichen Ort finden, an dem sie sich gut aufgehoben fühlen.

Die neuen Jugendleiterinnen und - leiter werden im Mai 2011 in einem Bezirksjugendgottesdienst vorgestellt und in ihre Arbeit gesendet.
Die neue Projektkantorin Ute Roth wird diesen Gottesdienst musikalisch mit Interessierten vorbereiten.
Nähere Informationen dazu im Büro der Bezirksjugend in Hockenheim

 

 
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